Denkmal

Die heutige Kastanienbaum-Grundschule wurde am 31. Mai 1834 als „Communal-Armenschule des 8. Bezirks“ in der Linienstraße 162 gegründet. Das dort vorhandene Gebäude wurde bald zu klein. Am 14. Oktober 1874 fand schließlich die Einweihung des neuen Gebäudes in der Gipsstraße 23A statt. Hier zog die 8. und 63. Gemeindeschule auf dem Gelände einer ehemaligen Gipsbrennerei – daher der Name „Gipsstraße“ - ein. Ursprünglich hatte das Wohnhaus, Gipsstraße 23, zum Grundstück dazugehört. Die Gipsfabrikanten August und David Castner ließen es 1845 errichten.

Der Architekt der neu errichteten Schule war Stadtbaurat Hermann Blankenstein (1829-1910). Auch die Realschule in der Auguststraße 21, die heute frisch renoviert dem Kulturamt Mitte zur Verfügung steht, ist nach einem Entwurf dieses Architekten gebaut, wie viele andere Schulen in Berliner Innenstadtbezirken. Das Gebäude unserer Schule steht durch solide Backsteinbauweise, sparsame Schmuckelemente und maßvolle Gestaltung in der Tradition der Berliner Bauschule. Seine architekturhistorische Bedeutung führte dazu, dass es unter Denkmalschutz gestellt wurde.

Aus der Gemeindeschule wurde in den dreißiger Jahren eine „Volksschule“. Mit der Gründung der DDR wandelte sich das Schulsystem. Die Schule wurde zur „6. Polytechnischen Oberschule“ mit zehn Klassenstufen. Am 22. Mai 1980 erhielt sie den Namen des Kommunisten und Widerstandkämpfers Heinrich Lenkeit. Ihren heutigen Namen „Kastanienbaum-Grundschule“ erhielt sie am 27. Mai 1998.
Frage für den Deutschunterricht: Wer war Heinrich Lenkeit?

zuletzt geändert: 22.04.2015